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Max M. Wittenbrink, Professor für Veterinärbakteriologie an der UZH

Schon als Kind habe ich mich begeistert mit dem Mikroskop befasst. Nach einem Besuch in einem Naturkundemuseum war ich von der Welt der Kleinstlebewesen im Mikroskop dermassen angetan, dass meine Eltern mir schon bald ein eigenes Mikroskop schenkten, mit dem ich praktisch alles in meiner Umgebung untersuchte. Der Berufswunsch Tierarzt entstand durch die enge Freundschaft mit dem Sohn eines Tierarztes; hier lernte ich den Beruf des Tierarztes kennen und entschloss mich, Tiermedizin zu studieren.

Schon während des Studiums schnupperte ich in der Mikrobiologie und fertigte nach dem Studium in der Bakteriologie meine Doktorarbeit an. Ich war fasziniert davon, mit welch ausgeklügelten Strategien Bakterien Krankheiten erzeugen und entschloss mich, meine berufliche Laufbahn als Veterinärbakteriologe fortzusetzen. Dabei arbeitete ich an verschiedenen Universitäten in Deutschland und kam dann als Hochschullehrer nach Zürich.

Die bakteriellen Krankheitserreger der Tiere bereiten uns nach wie vor grosse Probleme. Daher ist es sehr wichtig, gute diagnostische Methoden und neue Behandlungsverfahren zu entwickeln. Dabei kann man viel über diese zwar sehr kleinen, aber dennoch äusserst leistungsfähigen Lebewesen lernen und die Natur zumindest ein bisschen besser verstehen.