Mehr über Peter Deplazes …

Professor für Parasitologie an der UZH

Als Primarschüler in einem kleinen rätoromanischen Dorf hatte ich viel Zeit für meine Hobbys: Mein Zimmer war stets mit Knochen und Federn überfüllt. In meinen selbst gebastelten Aquarien und Terrarien tummelten sich Schnecken und Insektenlarven und lenkten mich von meinen Hausaufgaben ab. Später, nach einer Lehre als Tiefbauzeichner und einer schönen Zeit als Kinderskilehrer, holte ich das Gymnasium nach, denn ich hatte beschlossen, in meiner Heimat Landtierarzt zu werden. Während des Studiums arbeitete ich als Tierwärter am Institut für Parasitologie. Hier betreute ich Schafe und Ziegen und bekam Einblick in die spannende Forscherwelt. Begeistert begann ich nach dem Studium mit einer Doktorarbeit über den Hundebandwurm. Die Lebensweise von Parasiten, die nicht nur Tiere, sondern auch Menschen befallen und so Krankheiten verursachen können, interessierte mich besonders. Einer der gefährlichsten aber auch faszinierendsten Parasiten, der in der Schweiz lebt, ist der Fuchsbandwurm.

Ja, eigentlich habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich würde jederzeit wieder Wurmforscher werden…