Ausgrabung

Wie alt ist diese Scherbe? Eine kleine archäologische Ausgrabung

Leitung: Martin Bürge, lic. phil., UZH, Archäologie

Wenn Archäologen ausgraben, freuen sie sich selbstverständlich über besondere und herausragende Fundstücke wie Schmuck, Münzen oder Skulpturen. Oft sind unscheinbare Funde für das Verständnis eines Grabungsplatzes oder sogar einer ganzen Kultur aber mindestens so wichtig wie die spektakulären Funde. Warum ist das so und wie funktioniert das?

Anhand einer kleinen gemeinsamen Ausgrabung werden wir euch zeigen, weshalb wir oft nur aufgrund einfacher Fundstücke wie zum Beispiel von Tonscherben verstehen können, was eine Zivilisation wirklich ausgemacht hat.

Wann?

Samstag, 13. Mai 2017 | 10.00 bis 12.30 Uhr

Wer?

Schülerinnen und Schüler der  4. bis 6. Primarklasse
Es stehen 20 Plätze zur Verfügung.

Wo?

Detaillierte Raumangaben folgen mit der Zulassung zur Veranstaltung.

Programmänderungen vorbehalten

Martin Bürge: Mehr über mich ...

Martin Bürge

Auf einer Reise mit meiner Familie in Italien, genauer in der Region Kampanien, stand ich als kleiner Junge in Paestum zum ersten Mal vor einem griechischen Tempel und spazierte später durch die Strassen der vor fast zweitausend Jahren durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv verschütteten Stadt Pompeji. Beides überwältigte mich, und es war mein erster Kontakt zur Archäologie, ohne dass ich dieses Wort damals schon gekannt hätte. Aber der Keim der Leidenschaft war gesetzt.

Die praktische Tätigkeit eines Archäologen habe ich aber erst einige Jahre später so richtig kennengelernt, als neben meinem Schulhaus ein alemannisches Gräberfeld ausgegraben wurde. Da war mir klar, dass ich von Beruf Archäologe werden wollte.

Nach dem Gymnasium studierte ich dann in Zürich und Berlin neben Altgriechisch und Latein Klassische Archäologie – also jene Fachrichtung, die sich mit den Kulturen der Antike rund ums Mittelmeer, insbesondere mit den Griechen und den Römern befasst.

Schon als Student nahm ich regelmässig an den Ausgrabungen der Universität Zürich auf dem Monte Iato in Sizilien teil und wurde dann verantwortlicher Assistent für diese Grabung. Nach der Assistenzzeit zog es mich für einige Jahre an die ETH Zürich, wo ich am Departement Architektur arbeitete. Im Frühjahr 2011 kehrte ich wieder ans Archäologische Institut der Universität Zürich zurück, wo ich nunmehr als Kurator für die Archäologische Sammlung und das zugehörige Museum zuständig bin.