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Alexander Mathis, Professor für Parasitologie an der UZH

Als Kind hatte ich zwei Freizeitbeschäftigungen: Fussball spielen und in einem kleinen Wald am Rande des Dorfes umherschweifen, wo wir auch allerlei Tiere aufspürten (Salamander, Kröten). Mit meinen Eltern war ich an den Wochenenden und in den Ferien häufig in der Natur, am liebsten zum Wandern in den Bergen (was ich immer noch gerne mache). Das Beobachten von Wildtieren, wie etwa Gämsen, war dabei für mich immer ein Erlebnis. So war es denn auch nicht erstaunlich, dass ich mich nach der Matura für ein Studium der Biologie entschied.

Eigentlich wollte ich Wildtierforscher werden. Während des Studiums begann ich mich aber für Krankheitserreger zu interessieren und dafür, wie sich die befallenen Organismen gegen diese Schmarotzer wehren. Zuerst erforschte ich in der Schweiz und in Holland Krankheiten von Pflanzen. Später habe ich dann wiederum in der Schweiz und in Australien verschiedene Parasiten erforscht, also Schmarotzer von Mensch und Tieren.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Mücken, Fliegen und Zecken. Dazu fangen wir diese Plagegeister in der Natur oder züchten sie im Labor, um ganz unterschiedliche Fragestellungen genauer untersuchen zu können. So wollen wir etwa wissen, welche Mücken nun genau welche Krankheit übertragen können. Mit unserer Arbeit möchten wir Möglichkeiten finden, wie Menschen und Tiere besser vor solchen Krankheiten geschützt werden können. Da gibt es noch viel zu tun!