Verwirrte Sinne – optische Täuschungen im Selbstversuch

Der Dozent: Prof. Dr. Stephan Neuhauss, Universität Zürich

Wir beobachten die Welt durch unsere Augen. Aber wie entstehen daraus Bilder in unseren Köpfen und können wir diesen Bildern wirklich trauen?

In verschiedenen Selbstversuchen werden wir unseren Sehsinn in die Irre führen. Dazu verwenden wir eine Reihe von optischen Täuschungen, die nicht nur spannend sind, sondern auch darüber Auskunft geben, wie das Auge mit dem Gehirn zusammenarbeitet.

Wann?

Mittwoch, 24. Oktober 2018  |  14.30 bis 16.15 Uhr

Wer?

4. bis 6. Klasse

30 Plätze stehen zur Verfügung.

Wo?

Life Science Learning Center der UZH, Standort Irchel
Detaillierte Informationen folgen bei Zulassung zur Veranstaltung.

 

Programmänderungen vorbehalten!

Stephan Neuhauss: Mehr über mich ...

Schon als Schüler wollte ich Wissenschaftler werden. Allerdings habe ich mich damals mehr für Chemie interessiert und baute mir ein kleines Chemielabor im Keller auf. Etwas später, im Gymnasium, stiess ich auf ein Lehrbuch über Mikrobiologie und war sofort begeistert. Insbesondere das Kapitel über Genetik (oder auch „Vererbungslehre“) hat mich stark angesprochen. Die Idee, dass in jeder Zelle eine Bibliothek schlummert, die eine Bauanleitung für den ganzen Organismus enthält, beeindruckt mich heute noch. Daher beschloss ich Biologie zu studieren und Genetiker zu werden.


Die Neurobiologie (das ist die Wissenschaft, die sich mit dem Aufbau des Nervensystems beschäftigt) hat mich erst später interessiert. Zwar fand ich die Vorstellung fesselnd, dass alle meine Gedanken und Gefühle in meinem Kopf von dem Gehirn erzeugt werden, aber ich dachte, dass das einfach zu kompliziert ist zum Erforschen. Erst nachdem ich in meinem Studium in den USA den Zebrafisch entdeckt hatte, sah ich die Möglichkeit mit diesem kleinen Fisch auch das komplizierte Gehirn zu verstehen. Mit diesem kleinen Aquariumsfisch kann man nämlich recht einfach genetische Experimente durchführen. Praktischerweise kann man dabei auch viel über das Gehirn lernen, da die Fische ein ähnlich aufgebautes, aber natürlich viel einfacheres Gehirn besitzen als wir Menschen. Auf diese Weise konnte ich mein Interesse an Genetik und Neurobiologie in meiner Forschung verbinden.

Mein Team am Institut für Molekulare Biologie forscht heute immer noch mit Zebrafischen wie das Nervensystem funktioniert, und uns werden die spannenden Forschungsfragen noch lange nicht ausgehen.