Chemie mit Licht und Farben

Die Dozierenden: Prof. Dr. Roland Sigel und Dr. Sofia Gallo

Was ist Spannung, was ist Strom? Kann man Elektronen sehen? Was ist eine Batterie? Mit Experimenten und Spielereien wollen wir zusammen Antworten und Erklärungen zu folgenden Fragen und Phänomenen finden:

Wie ist ein einfacher Stromkreis aufgebaut? Was ist der Unterschied zwischen einem Leiter und einem Isolator? Wie kommt der Strom in die Steckdose? Wie funktioniert ein elektrischer Schalter? Warum kann der elektrische Strom gefährlich sein? Wie funktioniert eine Sicherung? Bietet eine Sicherung absoluten Schutz?

Warum wird eine leuchtende Glühlampe heiss? Was versteht man unter Reihen- und Parallelschaltung? Der Strom hat ein Magnetfeld! Was ist ein Magnet? Kann ich selber einen Magneten herstellen? Wie mache ich aus Wasser „Strom“? Wie funktioniert ein Generator, wie ein Elektromotor? Kann ich einen einfachen Generator oder Elektromotor selber bauen? Was ist ein elektrischer Teilchen-Beschleuniger?

Junge Forscherinnen und Forscher: Viel Spass beim Experimentieren!

Wann?

Mittwoch, 18. April 2018  |  14.30 bis 17.00 Uhr

Wer?

Kinder der 5. und 6. Klasse
24 Plätze stehen zur Verfügung.

Wo?

Life Science Learning Center der UZH, Standort Irchel

Detaillierte Informationen folgen bei Zulassung zur Veranstaltung.

 

Programmänderungen vorbehalten

Roland Sigel: Mehr über mich ...

Die Vorgänge in der Natur haben mich schon als Kind sehr fasziniert und früh wollte ich wissen, wie Lebewesen in ihrem Innersten funktionieren; Biologie, Chemie, Physik und auch Geologie waren immer meine Lieblingsfächer und die entsprechenden Exkursionen und Laborstunden waren die Höhepunkte in meiner Schulzeit.
Obwohl mich auch ein Studium in Biologie oder Medizin sehr interessiert hätte, entschloss ich mich 1991 für ein Chemiestudium an der Universität Basel – schliesslich beruhen alle Vorgänge in unserem Körper, wie auch in Tieren, Pflanzen und allen Lebewesen, ausschliesslich auf chemischen Reaktionen.

Während des Studiums habe ich mich dann eher mit chemischen Reaktionen beschäftigt, die Farben, Feuer, Rauch und Knall erzeugen, ohne allerdings die Biologie aus den Augen zu verlieren. Bald begann ich mich für die Rolle von Metallen in Lebewesen zu interessieren. Deshalb habe ich nach meinem Studium jeweils etwa 3 Jahre in Dortmund und New York verbracht, um die verschiedenen Aspekte dieser wenig erforschten, aber äusserst wichtigen Beziehung kennen zu lernen: Unser Körper zum Beispiel enthält mehr als 1.5 kg reines Metall. Seit 2003 forsche ich nun in Zürich über die Beziehung zwischen Metallen und Nukleinsäuren, also jenen Molekülen, welche bestimmen, wer und wie wir sind.

Die Liebe zur Natur habe ich aber nicht verloren. Wenn ich zusammen mit meiner Frau bergsteige, klettere oder mit meinem kleinen Sohn auf dem Rücken durch die Berge wandere, dann ist dies die beste Gelegenheit, nicht nur auszuspannen und die Natur zu geniessen, sondern auch um neue Ideen für die Forschung zu gewinnen.

Sofia Gallo: Mehr über mich ...

Aufgewachsen bin ich in Zürich-Witikon in der Nähe von Wald und Wiesen. In meiner Kindheit habe ich viel draussen gespielt und unzählige Stunden mit dem Sammeln von allerlei Pflanzen, Steinen und anderen Naturmaterialien verbracht. So hat sich früh meine Liebe zur Natur mit ihren kleinen und grossen Wundern entwickelt.

Als ich in der Schule zum ersten Mal mit dem Fach «Chemie» in Kontakt kam, war ich sofort von den Molekülen und ihren wunderschönen Strukturen fasziniert. Ebenso hat mich das Labor mit seinen Glasapparaturen begeistert. Deswegen habe ich nach dem Gymnasium ein Studium in Chemie/Biochemie an der ETH Zürich absolviert, das ich mit einer Arbeit über Duftstoffe abgeschlossen habe. 2004 kam ich als Doktorandin zur Gruppe von Prof. Roland Sigel an die Universität Zürich und bin nach Abschluss meiner Arbeit geblieben. Hier untersuche ich die Wechselwirkung zwischen Ribonukleinsäure (RNA) mit sognannten Cofaktoren, also Molekülen, die für die Funktion der Zelle unerlässlich sind. Neben der Arbeit im Labor bin ich in der Lehre tätig und hoffe meine Studierenden für die Chemie sowie für alle Naturphänomene, begeistern zu können.