Hunde im All, Pferde im Krieg - wie machen Tiere Geschichte?

Prof. Dr. Gesine Krüger und Dr. Aline Steinbrecher, Historisches Seminar der UZH

Illustration: Romana Semadeni

Hast du gewusst, dass in den 1960er Jahren Hunde und auch Affen von den Menschen ins Weltall geschickt wurden? Dabei zeigte sich, dass „Raumhunde“ und „Schimponauten“  den Zustand der Schwerelosigkeit ausserhalb der Erdatmosphäre überlebten. Somit bekamen Tiere eine wichtige Rolle im Wettlauf um den Fortschritt im Weltall.

Auch in den von Menschen geführten Kriegen spielten Pferde eine wichtige Rolle. Noch im zweiten Weltkrieg kamen 2.7 Millionen Pferde bei der deutschen Wehrmacht zum Einsatz und  täglich starben etwa 865 von ihnen.

Wie Hund, Affe und Pferde standen und stehen aber noch zahlreiche weitere Tiere im Dienste der Menschheit. Die Menschen lebten seit Anbeginn mit Haustieren zusammen und standen auch mit Nutztieren (z.B. Ziegen, Kühen etc.) in einer engen Beziehung.

Eine Geschichte der Menschen ist also immer auch eine Geschichte der Tiere. Doch wie lassen sich diese Geschichten von „Raumhunden“, „Schimponauten“ und Schosshunden von anno dazumal erzählen? Wie bekommen Tiere ihre eigene Lebensgeschichte? Auf diese Fragen werden wir euch in unserer Vorlesung Antworten geben und euch vielleicht erzählen, dass im Mittelalter Tiere sogar vor Gericht erscheinen mussten.