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Ein Bericht über einen ereignisreichen Tag

Ein ereignisreicher Tag

Am Tag der Vorlesung stehe ich sehr früh auf, weil ich mit meinem besten Freund, seiner Mutter und seinem kleinen Bruder schon um 6.30 Uhr ins Hallenbad in Männedorf gehe. Über eine Stunde lang tollen wir im Wasser herum. Danach müssen wir in die Schule.

Vier Stunden später gehe ich zu meinem Freund nach Hause. Wir essen zu Mittag, spielen noch ein bisschen und dann müssen wir zur Uni.  Mein Freund ist auch bei der Vorlesung dabei,  seine Mutter fährt uns dorthin.

Dieses Semester gab es vier Vorlesungen. Die erste handelte von der Wurst: Das Zürcher Wurstessen spielt eine wichtige Rolle in der Reformation. In der zweiten Vorlesung ging es um Orientierung und die Frage: „Macht uns das Navi dumm?“ – ein bisschen schon, aber es ist auch sehr hilfreich. Die dritte Vorlesung beantwortete die Frage: „Wie wird ein Tier operiert?“ Und in der letzten Vorlesung haben wir uns das Gehirn genauer angeschaut.

Nach der Uni holt mich mein Grossvater ab. Wir gehen noch etwas essen. Danach beginnt mein Eishockeytraining in der KEBO. Vorher muss ich meine Ausrüstung anziehen – das ist ziemlich kompliziert und aufwändig. Nach anderthalb Stunden Training bin ich total erschöpft. Dann fahren wir eine halbe Stunde nach Hause. Dort gibt es Abendessen, und anschliessend möchte ich nur noch ins Bett. Schon nach wenigen Minuten beginne ich von diesem anstrengenden Tag zu träumen.

Die Vorlesung über das Gehirn

Prof. Dr. Martin Müller in der Vorlesung «Wie wir lernen»
Prof. Dr. Martin Müller in der Vorlesung «Wie wir lernen»

In der vierten und letzten Vorlesung der Zürcher Kinderuni ging es um das Gehirn. Ich war sehr beeindruckt von allem, was ich darüber erfuhr. Beim Abendessen erzählte ich meiner Schwester Sophie und meinen Eltern ausführlich von diesem faszinierenden Organ. Später, kurz vor dem Einschlafen, las ich noch ein wenig in einem spannenden Buch über ein Forscherehepaar, das im Urwald des Amazonas nach unbekannten Eingeborenen suchte.

Max spürte plötzlich, wie es immer heisser wurde – bestimmt mindestens 37 Grad! Auch die Luftfeuchtigkeit wurde drückend. Gemeinsam mit seiner Schwester Sophie betrat er einen engen Gang mit weichen, weißen Wänden, die von Hunderten Lichtblitzen erhellt wurden.

„Was ist das für ein Gewitter?“, fragte Sophie neugierig, aber auch ein bisschen ängstlich.
„Das ist die elektrische Aktivität der Nervenzellen im Gehirn“, erklärte Max. „Die Blitze entstehen durch die Entladung der Neuronen. Die Gehirnströme kann man mit einem EEG messen.“ Gut, dass er nach dem Abendessen noch mithilfe von Papas Computer und KI recherchiert hatte. Sophie staunte. Normalerweise hatte sie zu allem einen Kommentar, doch diesmal blieb sie beeindruckt still.

Es wurde immer lauter. Hinter einer Windung arbeiteten Männer mit grossen Blasebälgen. Vorarbeiter riefen ihnen zu, ja nicht nachzulassen, bis die Ablösung komme. Als Max und Sophie vorbeigingen, wurden auch sie angeschnauzt, sofort weiterzugehen – hier dürfe die Arbeit bei Gefahr für Leib und Leben keinesfalls unterbrochen werden. „Habt ihr nicht das Schild ‚Atemzentrum! Zutritt verboten!‘ gesehen?“ Etwas beschämt gingen die beiden weiter.

Sie gelangten in einen grossen, abgedunkelten Raum mit riesigen Bildschirmen.
„Was machst du hier?“, fragte Sophie einen jungen Mann, der schläfrig in einem gemütlichen Sessel döste.
„Das ist das Sehzentrum.“
„Aber warum sind alle Bildschirme schwarz?“
„Der Mensch schläft gerade.“
„So langweilig! Max, komm, wir gehen weiter!“

Plötzlich heulten Sirenen auf. Alarm im Gehirn! Grosse Aufregung, völliges Durcheinander.
„Achtung, Achtung! Blase meldet Überdruck!“
Mit Hilfe der REGA muss der Mensch sofort aufgeweckt werden!

Wenige Sekunden später schlurfte Max verschlafen zur Toilette.

Für die Kinder-Universität Zürich, Maximilian

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