Ein Bericht über die ganze Vorlesungsreihe
Zürichs Reformation: Als die Pfarrer die Wurst entdeckten
Hallo zusammen
Mein Name ist Diana und ich bin 11 Jahre alt. Dies ist mein zweites Jahr an der Kinderuniversität und in diesem Jahr mache ich die Kinderreporterin.
Bei meiner ersten Vorlesung ging es gleich um die Wurst. Besser gesagt, im Jahr 1522 in Zürich wurde während der Fastenzeit, dass Froschauer Wurstessen veranstaltet. Pfarrer Zwingli fand dies gar nicht cool. Er wollte ein Gesetz machen, wo das Fleischessen während der Fastenzeit verbietet. Die Leute sollen mehr an Gott denken und nicht an die Wurst.
Auch wollte Zwingli, dass keine Bilder oder Kunstwerke in den Kirchen aufgestellt werden, damit man sich mehr auf Gott konzentrieren kann. Ich komme aus der Nähe von Schaffhausen wo das Rheinlichtfest stattfindet. In der Münsterkirche, die Zwingli ebenfalls umgestaltet hat, fand am Rheinlichtfest eine coole Lasershow statt. Man merkt bis heute den Einfluss von Zwingli, die Kirche ist sehr leer ohne Bilder oder Statuen, was für die Lasershow aber gut war.
Die Vorlesung war ok aber der Name Zwingli wurde echt oft erwähnt.
Liebe Grüsse Diana (und Zwingli)
Macht uns das Navi dumm?
Ich wusste gar nicht, dass wir ein Seepferdchen im Kopf haben. Besser gesagt der Hippocampus der aussieht wie ein Seepferdchen. Der Hippocampus ist das Navi im Kopf und hat die Aufgabe, eine räumliche Karte im Kopf zu erstellen. Tiere wie zum Beispiel Mäuse können dies sehr gut, damit sie ihre Futterplätze wieder finden. Sie haben ja kein Handy oder Navi. Jetzt weiss ich auch wie mein Hamster sein vergrabenes Futter immer wieder findet.
Wir Menschen haben nicht so ein gutes Navi im Kopf. Da wir uns immer mehr aufs GPS verlassen, verlernen wir immer mehr selbst zu navigieren. Der Hippocampus ist ein Muskel und wenn man ihn nicht trainiert, wird das Kopfnavi immer schlechter. Darum fahren Leute mit dem Auto Treppen runter, in Flüsse rein, oder suchen das Auto auf dem Parkplatz, wie meine Grossmutter. Dies alles weil wir blind dem Navi vertrauen.
Der Vortrag von Prof. Dr. Irina Fabrikant war wirklich sehr spanend und wir konnten viel neues lernen.
Wir schauen ins Tier
Egal ob Gummiente, Sparschwein, Schaschlikspiess, Rasierklingen oder sogar ein ganzes Handtuch. Prof Dr. Kircher und sein Team haben in den Mägen von Tieren schon einiges gesehen. Sie sind wie Detektive und kommen den Verletzungen und Krankheiten mit Ultraschall, Röntgen, MRT und CT auf die Spur. Prof. Kircher hatte sogar eine Röntgenröhre dabei die wir anschauen durften. Von Fledermaus klein bis Elefanten gross, alle Tiere wie zum Beispiel Tiger, Eisbär, Gorilla, Schlangen und den ganzen Rest des Zoos, werden im Tierspital behandelt.
Tiere zu untersuchen ist gar nicht so einfach. Sie halten nicht still, haben angst oder beissen sogar zu. Darum werden sie oft betäubt. Katzen muss man sogar in ein Karton packen, weil sie sonst mit dem Laser des CT-Geräts spielen wollen.
Ein sehr spannender Fall war die Vergiftung von Seeadler durch Bleischrot von der Entenjagd. Das hat sogar zu einem Verbot von Bleischrot bei der Jagd geführt.
Die Vorlesung war superspannend und mein Wunsch ist es später auch mal Tierärztin zu werden.
Wie wir lernen: Die Superkräfte unseres Gehirns
Es ging um die Superkräfte unseres Gehirns und wie es etwas neues lernt. Das machen die Nervenzellen oder Synapsen in unserem Gehirn. Zwei Kinder aus der Vorlesung haben dazu das Computerspiel Pong, was sie noch nicht kannten, gespielt. Sie konnten es nach ein paar Sekunden. Prof. Dr. Müller und sein Team haben Nervenzellen auf einem Computerchip gezüchtet und denen versucht das Spiel Pong beizubringen. Die haben es dann auch geschafft, aber es dauerte viel länger als im Gehirn, wo die Nervenzellen nur etwa 20 Sekunden brauchen, um etwas neues zu lernen.
Das Gehirn besteht aus Nervenzellen, und zwar so vielen wie es Sterne in unserer Galaxie gibt. Darum versteht man immer noch nicht genau wie das Gehirn wirklich funktioniert. Dazu haben sie eine Maschine gebaut, um die Nervenzellen in einem Mikroskop zu sehen und sie auch mit Elektroden anzustupsen.
Wenn eine Nervenzelle im Gehirn platzt und abstirbt, dann sterben die Nervenzellen rundherum ebenfalls alle ab. Darum sind Krankheiten die Nervenzellen zerstören so schlimm.
Die Vorlesung war sehr spannend, aber auch extrem kompliziert. Bis ich das verstehe brauche ich noch ein paar Nervenzellen mehr.
Für die Kinder-Universität Zürich, Diana