Licht und Farbe

Chemie mit Licht und Farben

Samstag, 19. November 2016. Leitung: Prof. Dr. Roger Alberto, UZH, Chemie,
für die 5. und 6. Primarklasse

Mittwoch, 30. November 2016. Leitung: Prof. Dr. Roland Sigel, UZH, Chemie,
für die 3. und 4. Primarklasse

 

Denken wir an chemische Reaktionen, kommt uns eher Hitze und Feuer als Licht und Farben in den Sinn. Licht kann man nicht anfassen, weshalb man meint, nicht viel damit anfangen zu können. Tatsächlich ist Licht aber eine besondere und nützliche Energieform, welche bei chemischen Reaktionen entsteht oder eine solche Reaktion erst auslöst.

Eng verbunden mit Licht ist Farbe. Ein farbiger Stoff nimmt Licht, also Energie, auf. Diese Lichtaufnahme ist ein chemischer oder physikalischer Vorgang. Umgekehrt kann bei einer chemischen Reaktion auch Licht ausgestrahlt werden, weshalb die Reaktion leuchtet. Mit Licht kann man also wunderbar spielen, und man kann den Eigenschaften von Licht mit Experimenten auf die Spur kommen.

In diesem Laborkurs werden wir mit Experimenten verschiedene Licht- und Farbphänomene durchführen: Dunkelroter Brombeersaft nimmt Licht auf. Dies nutzen wir und stellen eine Solarzelle her. Mit der entstehenden elektrischen Energie führen wir eine chemische Reaktion durch, zum Beispiel zerlegen wir Wasser in seine Bestandteile.

Licht ist also Energie. Bei chemischen Reaktionen wird deshalb oft Licht und nicht Wärme produziert. Eine spezielle Reaktion beginnt zum Beispiel zu leuchten und ihr könnt euren eigenen Leuchtstab herstellen. Mit für uns nicht sichtbarem Licht bringen wir auch eine Geheimtinte zum Leuchten – alles Chemie! Zudem werden wir eine oszillierende, das heisst schwingende, chemische Reaktion durchführen, bei welcher die Farbe wie bei einem Lichtsignal von Rot über Orange zu Grün wechselt. Wir möchten euch in diesem Laborkurs mit praktischen chemischen Experimenten die Wirkung und die Erzeugung von Licht und Farben zeigen, um die Eigenschaften von beiden etwas besser zu verstehen. Staunen ist garantiert!

Wann?
Samstag, 19. November 2016, 10.00 bis 12.30 Uhr mit Prof. Roger Alberto für die  5. und 6. Primarklasse

Mittwoch, 30. November 2016, 14.00 bis 16.45 Uhr mit Prof. Roland Sigel für die 3. und 4. Primarklasse

Wer?

Je nach Kurs 3. und 4. Primarklasse bzw. 5. und 6. Primarklasse.
Es stehen jeweils 21 Plätze zur Verfügung.

Wo?
Life Science Learning Center der UZH, Standort Irchel
Detaillierte Angaben folgen mit der Zulassung zur Veranstaltung.

Achtung: Bei zu vielen Anmeldungen werden die Plätze ausgelost!

Programmänderungen vorbehalten

Roger Alberto: Mehr über mich ...

Roger Alberto

Chemie hat mich schon als Kind sehr begeistert, auch wenn sich mein Interesse damals (nicht zur Freude meiner Eltern) auf Knall, Rauch und Feuer beschränkt hat. Am Gymnasium hatte ich dann einen Lehrer, welcher mir die Chemie auf spannende Weise näher gebracht hat. Um sicher zu sein, dass Chemie das Richtige für mich sei, habe ich vor dem Studium bei der Basler Chemie gearbeitet, um Industrieluft zu schnuppern. Um Erfahrungen zu sammeln, arbeitete ich nach dem Studium und der Doktorarbeit einige Jahre im Ausland und bin dann schliesslich als Hochschullehrer nach Zürich gekommen.
Am meisten interessiert mich die Chemie der Metalle, nicht nur weil viele ihrer Verbindungen die schönsten Farben zeigen, sondern weil man sie auch für viele andere Dinge brauchen kann. Chemie begeistert mich immer noch, weil man mit Ideenreichtum neue, nützliche und interessante Dinge zugleich tun kann und die Chemie für unser Leben von grosser Bedeutung ist. Die Phänomene der Chemie sind voller Überraschungen und oft nicht einfach zu verstehen, umso schöner ist es aber auch, einen tieferen Einblick in diese Wissenschaft zu bekommen.

Roland Sigel: Mehr über mich ...

Roland Sigel

Die Vorgänge in der Natur haben mich schon als Kind sehr fasziniert und früh wollte ich wissen, wie Lebewesen in ihrem Innersten funktionieren; Biologie, Chemie, Physik und auch Geologie waren immer meine Lieblingsfächer und die entsprechenden Exkursionen und Laborstunden waren die Höhepunkte in meiner Schulzeit.
Obwohl mich auch ein Studium in Biologie oder Medizin sehr interessiert hätte, entschloss ich mich 1991 für ein Chemiestudium an der Universität Basel – schliesslich beruhen alle Vorgänge in unserem Körper, wie auch in Tieren, Pflanzen und allen Lebewesen, ausschliesslich auf chemischen Reaktionen.

Während des Studiums habe ich mich dann eher mit chemischen Reaktionen beschäftigt, die Farben, Feuer, Rauch und Knall erzeugen, ohne allerdings die Biologie aus den Augen zu verlieren. Bald begann ich mich für die Rolle von Metallen in Lebewesen zu interessieren. Deshalb habe ich nach meinem Studium jeweils etwa 3 Jahre in Dortmund und New York verbracht, um die verschiedenen Aspekte dieser wenig erforschten, aber äusserst wichtigen Beziehung kennen zu lernen: Unser Körper zum Beispiel enthält mehr als 1.5 kg reines Metall. Seit 2003 forsche ich nun in Zürich über die Beziehung zwischen Metallen und Nukleinsäuren, also jenen Molekülen, welche bestimmen, wer und wie wir sind.

Die Liebe zur Natur habe ich aber nicht verloren. Wenn ich zusammen mit meiner Frau bergsteige, klettere oder mit meinem kleinen Sohn auf dem Rücken durch die Berge wandere, dann ist dies die beste Gelegenheit, nicht nur auszuspannen und die Natur zu geniessen, sondern auch um neue Ideen für die Forschung zu gewinnen.