Mehr über Martin Bürge

Martin Bürge ist Kurator der Archäologischen Sammlung der UZH

Auf einer Reise mit meiner Familie in Italien, genauer in der Region Kampanien, stand ich als kleiner Junge in Paestum zum ersten Mal vor einem griechischen Tempel und spazierte später durch die Strassen der vor fast zweitausend Jahren durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv verschütteten Stadt Pompeji. Beides überwältigte mich, und es war mein erster Kontakt zur Archäologie, ohne dass ich dieses Wort damals schon gekannt hätte. Aber der Keim der Leidenschaft war gesetzt.

Die praktische Tätigkeit eines Archäologen habe ich aber erst einige Jahre später so richtig kennengelernt, als neben meinem Schulhaus ein alemannisches Gräberfeld ausgegraben wurde. Da war mir klar, dass ich von Beruf Archäologe werden wollte.

Nach dem Gymnasium studierte ich dann in Zürich und Berlin neben Altgriechisch und Latein Klassische Archäologie – also jene Fachrichtung, die sich mit den Kulturen der Antike rund ums Mittelmeer, insbesondere mit den Griechen und den Römern befasst.

Schon als Student nahm ich regelmässig an den Ausgrabungen der Universität Zürich auf dem Monte Iato in Sizilien teil und wurde dann verantwortlicher Assistent für diese Grabung. Nach der Assistenzzeit zog es mich für einige Jahre an die ETH Zürich, wo ich am Departement Architektur arbeitete. Im Frühjahr 2011 kehrte ich wieder ans Archäologische Institut der Universität Zürich zurück, wo ich nunmehr als Kurator für die Archäologische Sammlung und das zugehörige Museum zuständig bin.