Witze

Witze unter der Lupe!

Eberhard Wolff, Populäre Kulturen

Kulturwissenschaftler und Kulturwissenschaftlerinnen untersuchen alles Mögliche. Sogar Witze. Ganz im Ernst!

In der Vorlesung öffnen wir ein kleines «Witz-Labor». Wir nehmen zusammen einige Witze unter die Lupe und können Fragen stellen wie: Was macht den Witz zum Witz? Warum ist ein Witz manchmal witzig und dann wieder überhaupt nicht? Warum rümpfen die Erwachsenen manchmal die Nase über Kinderwitze? Warum flüstern wir manche Witze leise ins Ohr des anderen? Was können wir mit einem Witz noch anderes bewirken als Spass zu verbreiten? Ist es Zufall, wovon die Witze handeln? Machen wir andere Witze, wenn wir sie nicht erzählen, sondern mit dem Smartphone verschicken?

Witze sind ein gutes Untersuchungsfeld, um unsere Vorstellungen, unsere Gewohnheiten, unseren Alltag besser zu verstehen.

Erst am Ende werden wir sehen, was wir mit unserem Experiment herausfinden konnten. Die schwierigste Frage werden wir wohl nicht beantworten können: Was bedeutet „witzig sein“ überhaupt? In einem kulturwissenschaftlichen Labor ist es aber auch schon ein Erfolg, auf wichtige Fragen zu kommen. Und ganz nebenbei können wir an guten Beispielen herausfinden, was kompliziert tönende Fachbegriffe wie „Kontext“ bedeuten.

Lieblingswitze einsenden

Ihr könnt mitbestimmen, welche Witze wir untersuchen. Schreibt uns doch zum Beispiel Euren Lieblingswitz per E-Mail, schickt einen Link oder leitet uns Euren Lieblings-Bilderwitz weiter. Noch besser, wenn Ihr noch ein oder zwei Sätze schreiben könnt, warum Ihr den Witz so gern habt. Oder schreibt uns ein eigenes kleines Erlebnis, das Ihr mit einem Witz gemacht habt. Bis spätestens 15. November an diese E-Mail-Adresse: eberhard.wolff@uzh.ch

Ich werde dann aber nur einzelne Beispiele in der Vorlesung herausgreifen können.

 

Eberhard Wolff: Mehr über mich ...

Eberhard Wolff

Mein Studienfach «Kulturwissenschaft» fasziniert mich bis heute, weil man darin unser Leben anhand der etwas kleineren Dinge und Handlungen des Alltags untersuchen und darin „Grösseres“ entdecken kann.

In den letzten Jahren habe ich mich zum Beispiel mit Ärzten, Bärten, dem Birchermüesli, Einhörnern, Fitness-Armbändern, jüdischer Kultur, Parkverbotsschildern, Pilzen, Robotern, Wettbewerben und jetzt auch noch mit Witzen befasst (aber nicht immer in dieser alphabetischen Reihenfolge).

Ich habe diese Themen dann nicht nur an der Universität untersucht und mit Studierenden Seminare darüber durchgeführt. Ich habe über manche Themen auch Ausstellungen in Museen gemacht oder als Journalist darüber geschrieben.

Das Leben in der Wissenschaft war und ist für mich ähnlich wie Moglis Abenteuer im Dschungelbuch. Nicht einfach, manchmal gefährlich, aber voller Entdeckungen. Es geht besser, wenn man einen Panther Baghira hat, der einem das Wichtigste beibringt und eine Zeitlang auf einen aufpasst. Und es ist lustiger, wenn man einen Bären Balu als Freund hat. Und mit wunderbaren Kollegen kann man eine Dschungel-Wissenschafts-Party machen und zusammen auf tolle Ideen kommen.