Reise zum Südpol – von Pinguinen, Ponys und Polarwüsten

Die Antarktis hat schon immer den Menschen interessiert, obwohl sie nicht gerade einladend oder lebensfreundlich wirkt. Und es ist gerade mal 110 Jahre her, dass die ersten Menschen den Südpol erreichten. Heute weiss man, wie vielfältig und unterschiedlich die Landschaften der Antarktis sind und das trotz der extremen Umweltbedingungen eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen in diesem Lebensraum zu Hause sind.

Lass dich mitnehmen auf einen Streifzug durch Eiswüsten und Trockentäler, über Vulkane und zu Seen tief unter dem antarktischen Eisschild. Begleite die ersten Polarforscher auf ihren Expeditionen und lerne, woran in den Antarktisstationen geforscht wird. Besuche die Wale und Robben und lass dich von den verschiedenen Ökosystemen über und unter dem Eis überraschen.

Und wenn wir von der Antarktis reden, dürfen sie natürlich nicht fehlen: die Pinguine! Wo kommen sie überall vor, warum können sie so unterschiedlich aussehen und können sie wirklich tanzen? Wie kommunizieren sie miteinander und warum frieren sie in dem eiskalten Wasser nicht? Und warum sind viele Pinguinarten als gefährdet eingestuft? Auf all diese Fragen wirst du in diesem Workshop Antworten erhalten und dabei den Pinguinen ganz nah sein können!

Dieser neue Workshop ist ein Kooperationsprojekt der Kinder-Universität Zürich mit dem Zoo Zürich und dem Science Lab UZH. Er wird im Zoo Zürich durchgeführt und ermöglicht eine hautnahe Erfahrung mit dem Leben in der Antarktis!

Wann?

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 14.30–16.30 Uhr

Wer?

Kinder der 3., 4. und 5. Klasse

Wo?

Zoo Zürich

Programmänderungen vorbehalten

Reik Leiterer: Mehr über mich ...

Ich bin ein Spieler. Ich kann problemlos Stunden vor dem Go- oder Schachbrett verbringen und mich ziemlich lange in den Weiten der virtuellen Welten von Computerspielen verlieren. Aber vor allem spiele ich gerne mit den Dingen, die mich in meinem Alltag umgeben: mit der Sprache, mit Farben, Formen, Melodien und auch mit Ideen und Gedanken. Das Faszinierende bei dieser Art von Spiel ist die Ungewissheit – ich weiss nie, ob und was dabei herauskommt.

Diese Faszination an der Ungewissheit hat mich letztendlich, zusammen mit einer grossen Portion Neugier und Reiselust, in die Wissenschaft gebracht. Nach Ausflügen unter anderem in die Medizin, Kunst, Mathematik und Biologie fand ich endlich die Disziplin, die meinen Wünschen am ehesten gerecht wurde: die Geografie. Bei keinem anderen Fach konnten so viel, scheinbar verschiedene, Dinge kombiniert werden.
Religion und Wirtschaft? Geografie!
Plastikverpackungen und Eisbären? Geografie!
Klimawandel und Literatur? Geografie!
Wertvolle Mineralien und Computer? Geografie!

Das passte. Und passt auch immer noch. – Und jetzt? Jetzt habe ich eine Arbeit, bei der ich mir jeden Tag die neuesten Satellitenbilder anschauen kann, bei der ich mit Ski und Drohne in den Bergen unterwegs bin und bei der ich Brett- und Computerspiele dahingehend anschaue, ob sie geeignet wären, Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Naturwissenschaften näher zu bringen. Was will ich mehr? :)

 

Lakshmi Natarajan: Mehr über mich …

Ich bin in Indien geboren und dort aufgewachsen. Ich habe Physik und Informatik studiert, aber wollte immer mit Tieren arbeiten. Im Zürcher Zoo konnte ich mir als freiwillige Assistentin des Tierpflegers meinen Traum erfüllen. Was als eine Woche begonnen hat, hat sich nun zu fast 15 Jahren Freiwilligenarbeit entwickelt!

In meiner ersten Woche habe ich mit den Tigern, Schneeleoparden, mongolischen Wölfen, roten Pandas und Eulen gearbeitet. Im Laufe der Jahre habe ich mit fast allen Zootieren gearbeitet, aber wo ich am liebsten arbeite und am häufigsten eingeteilt bin, ist bei den Pinguinen.

Unsere Königspinguine and Humboldtpinguine kennen mich am besten und ich sie. Es ist faszinierend, wie sie mich erkennen und begrüssen. Zu meinen Aufgaben gehört es, tote Fische vorzubereiten und damit die Pinguine zu füttern, die Gehege zu reinigen und in den Wintermonaten die Königspinguine auf ihren Spaziergängen zu begleiten.

Pinguine liegen mir sehr am Herzen und mein Traum ist es, jede einzelne Art in freier Wildbahn zu sehen. Zu diesem Zweck habe ich im Januar 2019 die subantarktischen Inseln und die antarktische Halbinsel besucht, wo ich 7 Arten gesehen habe.

Ich bin seit 6,5 Jahren im Zoo Zürich als Zooführerin angestellt und mache besonders gerne die Führungen über unsere Pinguine!