Navigation auf uzh.ch

Suche

Kinder-Universität Zürich

EEG: Wie und was uns das Gehirn erzählt

Für wen?

Für alle Kinder der 3. und 4. Klasse, ohne Vorkenntnisse. 

Wann und wo?

Samstag, 25. Januar 2025, 10.00–12.00 Uhr.  
Der Workshop findet am Campus der UZH statt. 
Der Treffpunkt wird den ausgelosten Teilnehmenden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. 

Darum geht es im Workshop

Unser Gehirn ist ein faszinierendes Gebilde. Es ermöglicht uns, unsere Umwelt wahrzunehmen, zu interpretieren und mit ihr zu interagieren. Dabei arbeitet unser Gehirn im Verborgenen und wir bekommen nicht immer mit, was das Gehirn mit der Information anstellt, die wir über unsere Sinnesorgane, Auge, Ohr, Haut wahrnehmen.  

Man schätzt, dass das menschliche Gehirn aus ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen besteht. Aufgrund der immensen Anzahl von möglichen Verbindungen sind wir in der Lage, riesige Massen an Informationen abzuspeichern. Man kann sich fragen, ob und wie man herausfinden kann, wie das Gehirn arbeitet und wie man die Aktivität des Gehirns messen kann. Eine Technik, die uns dafür zur Verfügung steht, ist die Elektroenzephalographie, kurz EEG genannt. Mit dieser Technik werden die winzigen Stromimpulse, welche Nervenzellen bei ihrer Aktivität auslösen, an der Kopfoberfläche mittels vieler kleiner Sensoren gemessen. Diese Technik werden wir im Rahmen des Kurses kennenlernen und aufzeigen, welche Signale unser Gehirn in verschiedenen Situationen von sich gibt und was sie bedeuten.  

Mehr über den Workshopleiter: Moritz Daum

Moritz Daum
Prof. Dr. Moritz Daum, Entwicklungspsychologe, UZH

Geboren wurde ich 1973 in Baden im Kanton Aargau. Nach Schulbesuchen in Brugg und Aarau habe ich dann in Zürich studiert. Zunächst habe ich mich für die Biologie interessiert, dann aber bald gemerkt, dass mich am allermeisten das Denken, Wahrnehmen und Tun des Menschen interessiert und vor allem, wie sich das entwickelt. Deswegen habe ich dann an der Universität Zürich Psychologie studiert und dort auch meine Doktorarbeit geschrieben. Nach der Doktorarbeit habe ich zwei Jahre in München und sechs Jahre in Leipzig am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften gearbeitet, um die Entwicklung des Denkens von ganz kleinen Kindern zu untersuchen. Seit Sommer 2012 bin ich wieder zurück an der Universität Zürich.  

In meiner Forschung beschäftige ich mich gemeinsam mit meinem Forschungsteam, den «kleinen Weltentdeckern», mit der Entwicklung von Kindern. Kinder lernen jeden Tag Neues und versetzen uns Erwachsene immer wieder in Erstaunen. Genau dieses Staunen über die kindliche Entwicklung haben wir uns zum Beruf gemacht. Der Schwerpunkt unserer Forschung ist die sozial-kognitive Entwicklung im frühen Kindesalter. Wir untersuchen, wie Kinder die soziale Umwelt verstehen, wie sie lernen zu verstehen, was andere Menschen denken, sagen und tun und was zum Beispiel im Gehirn passiert, wenn wir mehr als nur eine Sprache sprechen.  

Mehr über den Workshopleiter: Sebastian Sauppe

Sebastian Sauppe,
Dr. Sebastian Sauppe, Entwicklungspsychologe, UZH

Ich bin in Sachsen (im Osten Deutschlands) aufgewachsen und wollte als Kind gerne Archäologe oder Entdecker werden. Nach der Schule habe ich dann Allgemeine Sprachwissenschaft in Leipzig (Deutschland) studiert und in Nijmegen (Niederlande) meine Doktorarbeit geschrieben. Seit 2016 lebe ich mit meiner Familie in Zürich.

In meiner Forschung beschäftige ich mich damit, wie es das menschliche Gehirn schafft, mit der unglaublichen Vielfalt an Sprachen umzugehen. Es gibt auf der Welt aktuell über 7000 Sprachen und diese unterscheiden sich sehr voneinander. Deshalb möchte ich herausfinden, ob sich Sprachen manchmal daran angepasst haben, wie das Gehirn funktioniert, und ob sich das Gehirn auch manchmal an verschiedene Sprachen anpasst. Um das herauszufinden, untersuche ich, wie Kinder das Sprechen lernen. Ich vergleiche auch viele Sprachen miteinander, dafür war ich schon oft auf Forschungsreisen (z.B. in Indien oder im Südpazifik).

Mein Team ist die Forschungsgruppe «Kognitive und Entwicklungsneurowissenschaften der Sprache», wir sind ein Teil von den «Kleinen Weltentdecker*innen».

Anmeldung

Das Anmeldefenster für unser Herbstsemester ist vom 2.–15. September 2024 offen. 

Deine Eltern können unseren Newsletter abonnieren, um über den nächsten Anmeldestart benachrichtigt zu werden.