Fraktale – Was wir von der Natur lernen können

Du kennst den Begriff Fraktal noch nicht? – kein Problem, auch viele Erwachsene wissen nicht, was das ist.

Wir werden uns gemeinsam in diesem Kurs anschauen, was ein Fraktal ist, indem wir ganz genau die Natur beobachten. Was haben denn Bäume, Brokkoli und Blitze gemeinsam? Wie ähnlich sind sich denn Blutgefässe und Flüsse? Dazu schauen wir ganz viele Bilder an und suchen gemeinsam Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Weiter werden wir erfahren, dass Computerspiele mit Hilfe der Fraktale entstanden sind und sogar, dass das Wissen über Fraktale in der Krebsforschung weiterhilft.

Ihr kennt sicherlich die Begriffe Kugel, Kreis, Rechteck und Dreieck aus der Mathematik. Aber ist jetzt eine Wolke eine Kugel? Und ein Berg ein Dreieck und die Küstenlinien ein Kreis? Wie umschreibt man denn solche Sachen? Genau deshalb hat der Entdecker Benoit Mandelbrot, das neue Wort «Fraktale» als Begriff eingeführt.

Wann?

Mittwoch, 8. Dezember 2021, 14.30–16.00 Uhr

Wer?

Kinder der 5. und 6. Klasse

Wo?

Online, via Zoom

Detaillierte Informationen folgen bei Zulassung zur Veranstaltung.

Programmänderungen vorbehalten

Achtung Programmänderung: Dieser Workshop wird von Reik Leiterer durchgeführt. Der Titel wurde deshalb leicht angepasst.

Reik Leiterer: Mehr über mich ...

Ich bin ein Spieler. Ich kann problemlos Stunden vor dem Go- oder Schachbrett verbringen und mich ziemlich lange in den Weiten der virtuellen Welten von Computerspielen verlieren. Aber vor allem spiele ich gerne mit den Dingen, die mich in meinem Alltag umgeben: mit der Sprache, mit Farben, Formen, Melodien und auch mit Ideen und Gedanken. Das Faszinierende bei dieser Art von Spiel ist die Ungewissheit – ich weiss nie, ob und was dabei herauskommt.

Diese Faszination an der Ungewissheit hat mich letztendlich, zusammen mit einer grossen Portion Neugier und Reiselust, in die Wissenschaft gebracht. Nach Ausflügen unter anderem in die Medizin, Kunst, Mathematik und Biologie fand ich endlich die Disziplin, die meinen Wünschen am ehesten gerecht wurde: die Geografie. Bei keinem anderen Fach konnten so viel, scheinbar verschiedene, Dinge kombiniert werden.
Religion und Wirtschaft? Geografie!
Plastikverpackungen und Eisbären? Geografie!
Klimawandel und Literatur? Geografie!
Wertvolle Mineralien und Computer? Geografie!

Das passte. Und passt auch immer noch. – Und jetzt? Jetzt habe ich eine Arbeit, bei der ich mir jeden Tag die neuesten Satellitenbilder anschauen kann, bei der ich mit Ski und Drohne in den Bergen unterwegs bin und bei der ich Brett- und Computerspiele dahingehend anschaue, ob sie geeignet wären, Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Naturwissenschaften näher zu bringen. Was will ich mehr? :)