Mathematik und Viren – wie Zahlen Leben retten können

Unser Alltag hat sich in den vergangenen Wochen stark verändert. Begriffe wie «social distancing», «home office» oder «Fernunterricht» sind in der Zwischenzeit den meisten bekannt. Auch haben wohl vom Kleinkind bis zur ältesten Generation alle vom Coronavirus gehört.
Zusätzlich verging fast kein Tag ohne neue Meldungen zum COVID-19. Dabei ist es und war es nicht immer einfach, zwischen bestätigten Fakten, Vermutungen, Halb- und Unwahrheiten zu unterscheiden. Aus diesem Grund werden wir uns in diesem Workshop die mathematischen Zusammenhänge genauer anschauen.
Zuerst werden wir lernen, was Graphen sind und wozu sie in der Mathematik dienen. Zum Beispiel werden sie verwendet, um herauszufinden, mit wie vielen Farben man eine Landkarte so färben kann, dass angrenzende Länder unterschiedliche Farben haben.
Im zweiten Teil werden wir diese Graphen verwenden, um das exponentielle Wachstum des Coronavirus zu erklären und damit eine Antwort zu finden, wie Mathematik Leben retten kann.

Wann?

Samstag, 7. November 2020 | 10.00 bis 11.30 Uhr

Wer?

4. und 5. Klasse
24 Plätze stehen zur Verfüung

Wo?

Online, via Zoom
Detaillierte Informationen folgen bei Zulassung zur Veranstaltung.

 

Programmänderungen vorbehalten

Fabienne Schrader: Mehr über mich ...

Ich bin in der Nähe von Luzern aufgewachsen und war so oft ich konnte draussen in der Natur, um Neues zu lernen, zu entdecken und um viel Sport zu treiben. Seit ich klein bin, haben mich neben der Natur und dem Sport vor allem Knobelspiele, Rätsel und das Schachspielen interessiert.

Mit 12 Jahren war ich an meiner ersten Schachschweizermeisterschaft – aber kurz darauf habe ich mich dann doch für den Leistungssport entschieden. Damit ich neben dem Leistungssport die Schule absolvieren konnte, habe ich gelernt, meine Zeit perfekt einzuteilen und sehr effizient zu sein.

Das war auch wieder wie ein Knobelspiel – knobeln mit der Zeit und mit Zahlen. Kein Wunder also, dass mein Lieblingsfach in der Schule Mathematik wurde, obwohl ich auch Biologie und Chemie, Physik und Geografie wahnsinnig interessant fand! Und weil mir die Mathematik so viel Spass gemacht hat, habe ich meinen Mitschülern und Mitschülerinnen geholfen, wenn sie Schwierigkeiten damit hatten – und gemerkt, dass nicht nur Mathematik als Fach, sondern auch die Vermittlung, die Lehre der Mathematik mich begeistern. So habe ich mich dann auch entschieden, Mathematik zu studieren, um Mathematiklehrerin zu werden.

Für mich ist Mathematik so faszinierend – gibt es ein anderes Fach, wo etwas so «kurz» und doch so «komplex» sein kann? Man kann sich eine Gleichung anschauen, und sie will einfach keinen Sinn ergeben. Aber letztendlich ist es dann doch meistens so, wie beim Lesen eines schweren Satzes, man versteht am Ende, was gemeint ist! So bin ich heute Fachverantwortliche für Mathematik am Science Lab UZH und entwickle spannende Workshops, um meine Begeisterung für die Mathematik auch an Kinder und Jugendliche weitergeben zu können, ihnen das Tor zur Mathematik zu öffnen, Neugierde zu wecken und mathematisches Wissen mit der Natur und dem Alltag zu verbinden.

Meine Passion neben der Mathematik ist heute das Gleitschirmfliegen, bei dem ich meine Begeisterung für die Natur und für den Sport mit der Herausforderung verbinden kann, immerzu taktische Entscheidungen abhängig von Wind, der Sonneneinstrahlung und des Temperaturgradienten treffen zu müssen. Die Mathematik des Fliegens!