Von der Ursuppe zum Leben im All

Wie ist das Leben auf der Erde entstanden?  Was ist eigentlich «Leben»? Und gibt es Leben im Weltraum? 

Um diese Fragen zu beantworten, gehen wir auf eine Reise durch die Erdgeschichte, lernen spannende Forschungsprojekte auf der Internationalen Raumstation kennen und suchen mit Satelliten nach Leben auf dem Mars. Viele Menschen denken bei der Entstehung von Leben auf der Erde an die «Ursuppe», aus der sich das Leben entwickelt hat.

Zu den ältesten bekannten Fossilien, von denen wir über das frühe Leben auf der Erde wissen, zählen Stromatholiten – manche dieser Fossilien sind kaum vorstellbar über 3.5 Milliarden Jahre alt! Und wusstet ihr, dass es auch heute noch lebende Stromatholiten gibt?

Aber wie sieht es mit Leben im All aus? Wenn man auf anderen Planeten eine «Ursuppe» findet, kann sich dort dann auch Leben entwickelt haben? In unserem Sonnensystem hat man bereits Spuren von flüssigem Wasser gefunden – zum Beispiel auf dem Mars oder dem Saturnmond Enceladus. Doch wie genau erfolgt denn so eine Suche auf anderen Himmelskörpern?

Was haben Ali Baba und Eisvulkane mit Planetenforschung zu tun? Und wieso weiss man über das Gelände auf dem Mars mehr, als für viele Gegenden auf der Erde? 

Auf diese und viele weitere Fragen werden wir in diesem Workshop gemeinsam Antworten suchen – und finden. Wir freuen uns auf euch!

Wann?

Samstag, 17. April 2021, 10.00 – 11.30 Uhr

Wer?

Kinder der 5. und 6. Klasse

Wo?

Online, via Zoom

Detaillierte Informationen folgen bei Zulassung zur Veranstaltung.

Programmänderungen vorbehalten

Reik Leiterer: Mehr über mich ...

Ich bin ein Spieler. Ich kann problemlos Stunden vor dem Go- oder Schachbrett verbringen und mich ziemlich lange in den Weiten der virtuellen Welten von Computerspielen verlieren. Aber vor allem spiele ich gerne mit den Dingen, die mich in meinem Alltag umgeben: mit der Sprache, mit Farben, Formen, Melodien und auch mit Ideen und Gedanken. Das Faszinierende bei dieser Art von Spiel ist die Ungewissheit – ich weiss nie, ob und was dabei herauskommt.

Diese Faszination an der Ungewissheit hat mich letztendlich, zusammen mit einer grossen Portion Neugier und Reiselust, in die Wissenschaft gebracht. Nach Ausflügen unter anderem in die Medizin, Kunst, Mathematik und Biologie fand ich endlich die Disziplin, die meinen Wünschen am ehesten gerecht wurde: die Geografie. Bei keinem anderen Fach konnten so viel, scheinbar verschiedene, Dinge kombiniert werden.

Religion und Wirtschaft? Geografie!
Plastikverpackungen und Eisbären? Geografie!
Klimawandel und Literatur? Geografie!
Wertvolle Mineralien und Computer? Geografie!

Das passte. Und passt auch immer noch. – Und jetzt?

Jetzt habe ich eine Arbeit, bei der ich mir jeden Tag die neuesten Satellitenbilder anschauen kann, bei der ich mit Ski und Drohne in den Bergen unterwegs bin und bei der ich Brett- und Computerspiele dahingehend anschaue, ob sie geeignet wären, Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Naturwissenschaften näher zu bringen. Was will ich mehr? :)

Valentina Tamburello: Mehr über mich …

Als ich acht Jahre alt war, besuchte ich zum ersten Mal ein Planetarium. Da ich immer in einer grossen Stadt gelebt habe, war die Nachtvorstellung, die ich dort gesehen habe, beeindruckend.

Wenn ihr schon einmal in einem Planetarium gewesen seid, wisst ihr, was es heisst, wörtlich den Kopf zwischen den Sternen zu haben!

Zu Hause beschloss ich, dass dies meine Zukunft sein wird, und dass ich Astronautin werde. So studierte ich Astrophysik und untersuchte während meiner Doktorarbeit Sterne, Planeten und Galaxien, alles war so toll! Allerdings, hat es nicht ganz gereicht, wirklich ins Weltall zu reisen. Dafür arbeite ich jetzt am Space Hub der UZH, wo unser Team verschiedene weltraumbezogene Projekte unterstützt, wie Parabelflüge von Dübendorf aus oder Experimente auf der International Space Station. Das ist fast so, als wäre ich Astronautin!