Von der Kunst Flugzeuge zu bauen

Rachel schrieb über die Vorlesung von Professor Paolo Ermanni. Es ging um den Traum vom Fliegen.

Colibiri
Die Natur macht es vor: Der Colibri ist ein Flugkünstler.

Hallo! Ich heisse Rachel und ich werde euch heute vom Vortrag erzählen, den ich am 28. November 2018 besucht habe.

Bei diesem Vortrag ging es ums Fliegen und um unseren Traum, einmal wie ein Vogel fliegen zu können. Der Vortragende hieß Professor Ermanni und arbeitet an neuen Flugzeugen. Es hatte lange gedauert, bis der Vortrag endlich begonnen hatte, da viele Kinder in der Schlange standen, um ein Autogramm zu bekommen. Außerdem haben sich mehrere Kinder immer wieder im Kampf um einen guten Platz verloren. Endlich war es still und der Vortrag konnte beginnen.

Ich wusste nicht, dass der Flug der Vögel so anders und komplex ist.

Zuerst sprach Professor Ermanni über sich und wo er arbeitete und warum das Fliegen ihn so sehr interessierte. Dann zeigte er ein paar Vögel und wie sie fliegen, wie ein Kolibri und ein Turmfalke. Ich wusste nicht, dass der Flug der Vögel so anders und komplex ist. Heutige Hubschrauber und Drohnen fliegen wie Kolibris (Schwebeflug), und ein Militärflugzeug wie zum Beispiel die Lockheed Martin F-35B fliegt wie der Turmfalke, aber wenn man genauer hinschaut, kann man sehen, dass diese Vögel noch viele Dinge tun können: Zum Beispiel in der Luft stehen und sehr schnell ihre Flügel flattern.

Was haben sich die Quimbayas da ausgedacht?

Professor Ermanni sagte, dass die Menschen schon vor Tausenden von Jahren davon geträumt haben, zu fliegen. Er zeigte uns ein Bild vom griechischen Mythos von Ikaros und Daidalos und wie sie Flügel bauten. Er zeigte uns auch ein Foto, auf dem eine 1000 Jahre alte Figur den heutigen Flugzeugen täuschend ähnlich aussah. Das hat mich sehr überrascht: Was haben sich die Quimbayas da ausgedacht? Vielleicht haben sie an Drachen, Papageien, Adlern, Insekten oder Fabelwesen aus ihrer Mythologie gedacht, aber niemand weiss das genau, aber das hat mich trotzdem sehr beschäftigt.

Komplizierte Natur

Neben diesen Bildern sprach Professor Ermanni auch über wichtige Erfinder von Flugmaschinen wie Leonardo da Vinci und Otto Lilienthal. Leonardo da Vinci hatte Regeln für Konstruktionen festgelegt und hatte versucht, große, vogelartige Flügel zu bauen, die einen Menschen in die Luft blasen würden, aber am Ende hatte es, wie viele andere Versuche auch, nicht funktioniert. Der Vortragende erklärte uns, dass die ehemaligen Erfinder der Flugmaschinen gedacht haben, dass alles wie Vögel fliegen muss, und das ist leider falsch, da die Vögel sehr schwer zu imitieren sind: Man sollte die Natur nicht zu sehr nachmachen, denn, wie ich oben schon erzählt habe ist sie sehr kompliziert.

Man muss Verstand und Vorstellung genau unterscheiden, um voranzukommen.

Man sollte eher selber experimentieren und ausprobieren, auf die Natur- und Physikalische Gesetze achten, Grösse der Erfindung und Materialien achten. Otto Lilienthal hatte auch viele verschiedene Fluggeräte erfunden und viele Vogelflüge gefilmt, aber leider stürzte er auch ab.

Lustige Flugversuche

Zu diesem Thema hatte Professor Ermanni auch sehr lustige Filme von Flugversuchen gezeigt, die nicht sehr gut funktionierten. Viele der Kinder lachten. Der erste motorisierte Flug, hat er erzählt, wurde von den Brüdern Wright im 19. bis 20. Jahrhundert durchgeführt.

Nachdem er uns durch die hochinteressante Geschichte des Fluges geführt hatte, erzählte er uns, wie man heute Flugzeuge entwickelt.

Heutzutage werden Flugzeuge viel stabiler gebaut und getestet, hat er uns erklärt. Er hat alle Kinder im Hörsaal sehr erstaunt mit einem Film. Da sah man, wie ein Flügel von einem modernen Flugzeug so fest gebogen wurden, bis sie zusammenbrachen. Ich fand es erstaunlich, dass man so Flugzeuge testet. Er erklärte auch, wie Bionik funktioniert, und wie man sie in die Entwicklung won Flugzeugen benutzen kann. Er zeigte uns ein Bild der Seerose Victoria amazonica. Diese Seerose war echt riesig! Er sagte, dass man sogar auf eine von ihnen stehen kann, ohne davor Angst zu haben, zu sinken. Er zeigte uns, wie die Victoria amazonica Riesenseerose innen aussieht, und warum man sie als Vorbild benutzt um Flugzeuge herzustellen.

Faszinierende Morphing-Flügel

Am Schluss hat er uns noch gezeigt, voran er arbeitet: er und sein Team versuchen, Flugzeuge zu bauen, die sowohl leicht als auch stabil sind, und Flügel, die fast so gut wie Vögel fliegen und sich bewegen können: Morphing-Flügel.

Als der Vortrag zu Ende war haben alle Kinder laut geklatscht und sie hörten fast nicht auf, Fragen zu stellen. Offenbar hat der Vortrag sie sehr interessiert.

Ich fand, dass es ein hochinformativer, spannender Vortrag war und es hat mir sehr gefallen. Zu Hause habe ich noch weitergeforscht, sodass ich noch mehr über dieses interessante Thema herausgefunden habe. Für die, die sich fürs Fliegen interessieren, würde ich auch sehr empfehlen, weiter zu forschen.