Was hat Zucker mit einer Reise zum Mars zu tun?

Malik besuchte die Vorlesung von Andreas Borgschulte (Eidgenössische Materialprüfungs-und Forschungsanstalt) über die Frage, wie man eine Stadt auf dem Mars plant.

Die Vorlesung mit dem Titel "Wie planen wir eine Stadt auf dem Mars" war unglaublich spannend, aber auch ein bisschen kompliziert. Bei einem Titel wie diesem hatte ich grosse Erwartungen. Denn ich interessiere mich schon immer für den Weltraum. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Vorlesung voller Experimente, Chemie und Wissen war eine der besten Vorlesungen meines Lebens.

Aber ihr wollt sicherlich lieber hören, was in diesem grossen Hörsaal passiert ist, als Geschichten über mein Leben zu lesen. Also zurück zum Thema des Vortrags.

Um eine Stadt auf dem Mars zu gründen müssen wir zuerst dort hinkommen und dann auch noch überleben. Und wie kommen wir zu einem Planeten, der mehr als 55 Millionen km entfernt ist?

Und da kommt der Zucker ins Spiel. Um mit einem Raumschiff zum Mars zu kommen, brauchen wir sehr viel Energie. Warum denn dann Zucker, denkt ihr jetzt bestimmt. Nun, wenn man Zucker verbrennt erzeugt man sehr viel Energie, doch das klappt nur, wenn der Zucker von Sauerstoff umgeben ist. Doch da es im Weltraum keinen Sauerstoff gibt, funktioniert unser kleiner Zuckertrick nicht. Also müssen wir einen Ersatz für den Sauerstoff finden. Da eignet sich am besten die Säure Salpeter.

Rauchbombe
Rauchbombe
Im Vorlesungsaal wurde eine Rauchbombe gezündet: Möglich wurde das durch ein Gemisch aus Salpeter mit Zucker und ein paar Zusatzstoffen.

Jetzt wissen wir wie wir zum Mars kommen können, aber wie wollen wir dort überleben?

Wie schon erwähnt, gibt es im All keinen Sauerstoff den wir atmen können. Aber früher gab es auf der Erde doch auch keine Atemluft – wie ist die Luft denn dann auf die Erde gekommen? Das waren die Pflanzen. Sie atmeten giftige Gase ein und dann atmeten sie Sauerstoff wieder aus. Aber als man auf der Erde versuchte, mit Pflanzen genug Sauerstoff zum Überleben zu erzeugen, funktionierte dies nicht. Also werden wir demnächst wohl nicht auf dem Mars Ferien machen.

Nun, das war mein Bericht über die vierte und letzte Vorlesung dieser Reihe. Ich hoffe ihr versteht, warum ich diese Vorlesung so toll gefunden habe.