Gibt es Zombie-Schnecken wirklich?

Cecilia besuchte die erste Vorlesung im Herbstsemester 2017 von Privatdozent Hubertus Hertzberg zum Thema: «Warum machen Parasiten krank?» Besonders spannend fand sie den Parasiten Toxoplasma gondii. Er kann Mäuse «hypnotisieren».

Professor Hertzberg
Professor Hertzberg
Tiermediziner Hubertus Hertzberg kennt sich aus mit Parasiten. Er beantwortete die Frage, ob Parasiten krank machen. (Foto: Cecilia)

Ich heisse Cecilia. Ich bin 9 Jahre alt und gehe in die 4. Klasse. Ich besuche die Kinderuniversität Zürich nun schon zum dritten Mal. Ich finde die verschiedenen Vorlesungen sehr interessant und es ist auch spannend zu sehen, wie es in einem so grossen Hörsaal ist. Es ist toll, dass wir schon an die Uni dürfen, obwohl wir eigentlich noch nicht alt genug sind.

Wusstest du, dass es Tiere gibt, die nur leben können, wenn sie sich von anderen Lebewesen ernähren?

Von diesen Tieren handelt der erste Vortrag, man nennt sie Parasiten.

Besonders spannend fand ich den Parasit Toxoplasma gondii. Er kann Mäuse «hypnotisieren». Dazu nistet er sich ins Gehirn der Maus ein, die Maus hat danach keine Angst vor Katzen mehr. Das Ziel des Parasiten ist es, in die Katze zu gelangen. Die Maus stellt sich nah vor die Katze und lässt sich fressen. So hat der Parasit sein Ziel erreicht.

Die Zombie-Schnecke gibt es wirklich. Doch am Anfang ist die sogenannte Zombie-Schnecke eine ganz normale Bernsteinschnecke, die sich mit dem Parasiten in eine Zombie-Schnecke verwandelt. Ihre Fühler bewegen sich wie ein Wurm. Ein Vogel kann die Zombie-Fühler nicht von einem Wurm unterscheiden. Der Vogel frisst also die Fühler der Schnecke. So hat der Parasit sein Ziel erreicht, denn er wollte von Anfang an in den Vogel gelangen.

Die uns wohl bekanntesten Parasiten sind Mücken und Zecken.

Ich freue mich auf weitere spannende Vorlesungen.