Sagt ein Emoji mehr als tausend Worte?

Emojis sind aus den digitalen Medien nicht mehr wegzudenken. Vor wenigen Jahren kannte man sie noch nicht, jetzt findet man sie in fast jeder Nachricht. Vielleicht wolltet ihr schon immer einmal wissen:

  • Woher kommen die Emojis?
  • Warum verwenden Menschen Emojis und wozu?
  • Was können Emojis, was die Sprache nicht kann, und was kann die Sprache, was Emojis nicht können?
  • Was bedeuten die verschiedenen Emojis?
  • Warum sehen Emojis nicht auf jedem Smartphone gleich aus?
  • Warum gibt es ein Pizza-Emoji, aber kein Raclette-Emoji?

Diese und weitere Fragen werde ich in der Vorlesung beantworten. Als Vorbereitung für die Vorlesung wäre es toll, wenn ihr einmal darauf achten würdet, wo euch Emojis begegnen und warum oder wie sie verwendet werden.

Christina Siever: Mehr über mich ...

Schon als Kind war ich fasziniert von Sprachen, ich fand es spannend, dass die anderen Kinder im Kindergarten Italienisch oder Türkisch sprachen. In der Schule habe ich dann nicht nur Englisch und Französisch, sondern auch Latein, Italienisch und Spanisch gelernt.

Studiert habe ich später in Zürich und Berlin Germanistik und Niederlandistik, das heisst Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft in den Sprachen Deutsch und Niederländisch. Ausserdem habe ich die Ausbildung zur Gymnasiallehrerin in den Fächern Deutsch und Geschichte gemacht.

Als ich ein Kind war, da gab es noch keine Handys oder Smartphones. Ich war schon 20 Jahre alt, als ich mein erstes Handy gekauft habe. Mich faszinierte von Beginn an, wie die Menschen mit den digitalen Medien wie Computer und Handy umgehen und wie sie dort schreiben, zum Beispiel in SMS, E-Mails, Chats, aber auch später auf Facebook, Flickr, Instagram, Twitter etc. Interessant finde ich hier vor allem das gemeinsame Vorkommen von Sprache und Bild, zu diesem Thema habe ich in den letzten Jahren geforscht. Das Schreiben in den neuen Medien ist besonders spannend, weil sich hier vieles schnell verändert. Vor wenigen Jahren kannte kein Mensch Emojis, mittlerweile findet man sie in fast jeder Nachricht. Im Rahmen des Projektes «What's up, Switzerland?» erforsche ich aktuell die Verwendung von Emojis in den Kommunikationsformen WhatsApp und Instagram.